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Mode in den Zeiten der Corona

Sicher ist Mode derzeit kein systemrelevantes Thema.

Ganz ohne Mode geht es aber auch nicht.

Wir sind zwar zum großen Teil zuhause eingesperrt, mit rudimentären sozialen Kontakten.

Aber immer nur in Jogginghose rumlaufen, will man ja auch nicht. Nicht nur wegen Karl Lagerfeld und seinen eindeutigen Ansichten zu Trägern dieses Kleidungsstücks.

Auch wegen der ganzen Videokonferenzen. Egal, ob Skype, Zoom, Slack oder FaceTime – wir wollen einen guten Eindruck machen.

Videokonferenzen werden bleiben, da bin ich sicher. Auch im HR-Bereich setze ich sie schon länger ein, zum Beispiel für Bewerbergespräche, das wird sicher auch mehr werden.

Grund genug, sich ernsthaft damit zu befassen, wie man bei Videokonferenzen auf andere wirkt. Und da hat Mode eben auch einen gewichtigen Anteil.

Gerade wer sich darauf gefreut hatte, nach dem Winter ein paar schöne Frühlingsteile zu shoppen, findet sich in einer harten Realität wieder: Alle Modeläden sind zu.

Klar kann man online kaufen. Aber mal ehrlich: Auch ich gehöre zu denen, die es lieben, in echten Geschäften zu stöbern, Farben zu sehen, Stoffe zu fühlen und Kleidungsstücke anzuprobieren.

Was macht man nun eigentlich, wenn man merkt, dass man irgendwie nichts Passendes mehr im Schrank hat? Und wenn man nicht dauernd dieselben Teile vor der Kamera tragen will?

Das Gute derzeit ist, dass man in Kombinationsmöglichkeiten sehr viel freier denken kann. Da in Videokonferenzen sowieso nur der Oberkörper zu sehen ist, können Sie jetzt auch mal Oberteile anziehen, zu denen Sie untenrum nicht so richtig was zu kombinieren haben.

Gehen Sie dabei auch ruhig mal in Richtung Overdressed. Ziehen Sie also auch mal an, was fürs Büro ein Tick zu viel wäre. Aber bitte nicht zu sexy im Businessumfeld.

Genauso ist jetzt die Zeit der Farben gekommen. Das liegt daran, dass große dunkle Flächen im Video nicht gut wirken. Gerade wenn die Beleuchtung nicht optimal ist.

Deshalb dunkle Stoffe mit hellen, gern auch farbigen Tönen kombinieren.

Farben können ruhig knallig sein, am Bildschirm kommen sie gedeckter rüber, als sie in der Realität wirken.

Auf kleinteilige Muster sollten Sie verzichten, diese können am Bildschirm zu einem irritierenden Flimmern führen, das Sie nicht gut aussehen lässt.

Durch wildes Kombinieren kann zumindest ich mich noch eine Weile retten.

Dennoch hoffe ich darauf, dass bald wieder Boutiquen und Modegeschäfte öffnen.

Wie sehen Sie das? Wie sind Ihre Erfahrungen mit dem richtigen Outfit bei Videokonferenzen?

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